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Holzveredelung und die Technologien

Welche neuen Technologien werden

zur Holzbehandlung eingesetzt?

 
Die im vergangenen Jahrzehnt erfolgte Zunahme des Außenbaus mit Holz, insbesondere im Bereich Terrassen, hat spektakuläre Fortschritte bei den Bearbeitungstechniken mit sich gebracht.

Diese neuartigen Vorgehensweisen beruhen auf der Ablehnung des ehemals systematischen Einsatzes von Bioziden zugunsten sehr umweltfreundlicher Verfahren. Tatsächlich stellt sich bei keinem unserer eingesetzten Hölzer das Problem der Toxizität dar. Alle Hölzer sind recyclingfähig.

Einige sind gar mit dem renommierten amerikanischen Gütezeichen „MBDC Cradle to Cradle“ ausgezeichnet, dass die Recyclingfähigkeit der Produkte garantiert. Die Auszeichnungsstufe Gold dieses Labels würdigt Produkte, von denen angenommen werden kann, dass sie die "Wahrung der Ressourcen für die Menschheit begünstigen.

Diese in Skandinavien, Deutschland und der Schweiz bereits großflächig

eingesetzten Verfahren sind:

 

• Thermische Behandlung

(Thermo-Kiefer und Thermo-Esche)

Bei der thermischen Behandlung wird, vereinfacht ausgedrückt, Holz in einer geschlossenen Kammer in sauerstoffarmer Umgebung erhitzt. Bei rund 200 °C beginnt anstelle der Verbrennung eine Polymerisierung der Zellulose. Nach Abschluss des Vorgangs kann das Holz kaum mehr Wasser aufnehmen. Liegt der Feuchtegehalt eines Holzes unter 20 %, können weder Pilz noch Fäulnis entstehen. Das Holz verliert an Flexibilität und mechanischen Eigenschaften (je nach Verfahren zwischen 16 %und 25 %), gewinnt jedoch enorm an Stabilität und Haltbarkeit. Auf internationaler Ebene ist dieses Holz als TMT (Thermical Modified Timber) bekannt.

 

• Acetylierung

(Accoya®)

Bei der Acetylierung werden die allseits bekannten konservierenden Eigenschaften der Essigsäure (Essig) genutzt. Im Verlauf eines komplizierten Verfahrens wird die gesamte molekulare Struktur des Holzes durch eine Tiefenbehandlung modifiziert. Der Essig wird anschließend extrahiert und kann sogar im Lebensmittelbereich verwendet werden.

Aus dieser Behandlung mit vollkommen natürlichen Substanzen bezieht das Holz in Sachen Stabilität und Fäulnissicherheit ein geradezu fabelhaftes Leistungsprofil. Unser Slogan lifetime decking und unsere 50-Jahres-Garantie stehen in direktem Zusammenhang mit Accoya.

Mehr über dieses Thema: www.accoya.com

 

• Kebonierung

(Kebony©)

Durch die Kebonierung wird die chemische Struktur des Holzes mittels molekularer Zusätze verändert. Darunter versteht man einen Prozess, bei dem die wasserliebenden Seitengruppen des Holzes in einer chemischen Reaktion mit wasserabweisenden Seitengruppen "gesättigt" werden. Im Produktionsprozess wird dabei zumeist Furfurylalkohol verwendet, der seinerseits bei der Aufarbeitung organischen Materials (z. B. Zuckerrohr) anfällt. Aus dieser Verdichtung des Materials ergibt sich ein stärkeres, schwereres, härteres, stabileres und gegen Pilzbefall sehr beständiges Holz. Dem Zufall ist es zu verdanken, dass die durch diesen Vorgang entstehende Färbung des Holzes ein prachtvolles Rotbraun ist, das stark an den Farbton von Ipe oder Bankirai erinnert.

Mehr über dieses Thema: www.kebony.com